Alltag entfliehen - ab mit der Familie ins Fotostudio

gepostet von Zürich am 03.Juni 2020 in der kategorie Familie,Inspiration

1 Familie (Vater, Mutter, Kind 5 J., Kind 3 J.), 3 Kameras, 3 Hintergründe, 20 Minuten Zeit. Ziel: schöne Fotos UND endlich mal zu viert Fotos = Unmöglich?

Stimmt nicht. Ist möglich und zusätzlich macht es auch noch Spass. OK ich korrigiere – es macht allen Spass, ausser der Mutter, die ist nach diesen 20 Minuten meistens am Ende und durchgeschwitzt. Aber diese 20 Minuten Arbeit können sich SEHR oft sehen lassen…

Wie ihr euch vorbereiten könnt mit kleinen Kindern VOR und NACH dem Shooting. Hier ein paar Tipps – wie meine Kinder ticken…

  • Wählt den richtigen Zeitpunkt des Shootings

Hungrige Kinder: schwierig!
Müde Kinder: noch schwieriger!
Kinder, die im Auto eingeschlafen sind: unmöglich!

Ihr kennt eure Kinder – wählt das Zeitfenster aus, wo es am wahrscheinlichsten ist, dass sie fit und fröhlich sind!

  • Bestechung, die Erste: VOR dem Shooting

Bestechung funktioniert in der Regel ziemlich gut – bereits in frühen Kindesjahren (ich greife natürlich nur ganz selten zu solchen Mitteln). Versprecht den Kindern, wenn sie die 20 Minuten voll mit dabei sind, ein Eis oder eine halbe Stunde Fernsehen nach dem Shooting. Ich weiss ja nicht wie andere Kinder ticken, aber bei meinen funktioniert das ziemlich gut.

  •  Ablauf des Shootings mit den Kindern durchgehen

Man könnte zum Beispiel vereinbaren, dass die ersten 15 Minuten die Eltern entscheiden, was gemacht wird. Die letzten 5 Minuten dürfen die Kinder entscheiden. zB Sprungfotos, Fotos mit ihren Lieblingsaccessoires usw.

  • Nehmt eure Lieblingsaccessoires selbst mit

Wie süss ist es doch in späteren Jahren, wenn das Schnuffelhäschen, das Nuschi oder das Puppenbaby der eigenen Kinder auf dem Foto wiederzuerkennen ist.

  • Bestechung, die Zweite: WÄHREND des Shootings

Sollte es während des Shootings zu einem Eklat kommen, so ist es an der Zeit Bestechung 2 auszupacken. Am besten eignen sich dazu zB die kleinen Gummibärchenpackungen. 1 Bärchen in den Mund geschoben, schnell gekaut und schnell wieder parat fürs nächste Bild. Achtung: keine Lollis (Lolli-Bilder sehen echt nicht gut aus), Maoam oder ähnliches auch nicht empfehlenswert (dauert gefühlt ewig, bis das Gekaue fertig ist)

  • Nicht zu viel wollen

Entscheidet euch für max. 2 Hintergründe
Überlegt euch im Vorfeld, 2-3 Posen oder Motive, die ihr unbedingt wollt – lasst den Rest durch „Zufall“ entstehen.

  • Gebt das Zepter (in unserem Fall die Fernbedienung) nicht aus der Hand

Elektronik fasziniert – nicht nur die Väter, natürlich auch die Kinder. Haben die Kinder einmal verstanden, wie der Auslöser funktioniert und gebt ihr ihn aus der Hand, so ist es wohl vorbei mit den tollen Bildern. Also liebe Mütter: gebt das Zepter nicht aus der Hand – auch nicht in der vereinbarten Zeit, wo die Kinder entscheiden dürfen, was sie machen.

  • Zusatztipp für starke Nerven.

Der Tipp kommt ehrlich gesagt nicht von mir: eine Kundin, die durch Empfehlung einer Freundin zu uns ins Studio gekommen ist, hat mir dies schmunzelnd mitgeteilt. Meine Freundin hat gesagt: „Nimm deinen Flachmann mit!“ Ein Schlückchen vor und danach, hat noch keinem geschadet.

Das Schöne an Kindern ist, dass man zwar auf die eine oder andere Eventualität vorbereitet sein kann, aber letztlich kommt es sowieso wieder ganz anders. Aber das ist ja das Schöne dran. Lasst eure Kinder so sein, wie sie sind. Und diese Natürlichkeit und Echtheit spiegelt sich dann auch in euren Bildern wider. Je entspannter ihr seid (da wären wir dann wieder beim Flachmann), desto entspannter die Kinder.

Auch wenn ihr rauskommt und glaubt, da war jetzt echt gar nichts dabei, sage ich euch: Da ist immer was dabei! Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie tolle und einzigartige Bilder in unserem Studio entstehen.

Dann wünsche ich euch viel Freude bei eurem nächsten Press the Button Shooting

Eure Martina